Ishikawa - Fishbone-Diagramm

Woher die Methode kommt

Ishikawa-Diagramm (auch fishbone diagrams, herringbone diagrams, cause-and-effect diagrams, oder Fishikawa genannt) sind von Kaoru Ishikawa erstellte Kausaldiagramme, die die potenziellen Ursachen eines bestimmten Ereignisses aufzeigen (Ishikawa Kaoru 1968).

Das ist zentral

Dieses Tool erlaubt

  • systematisch möglichst viele Ursachen eines Problems zu ermitteln, um übereilte und voreilige Schlussfolgerungen zu vermeiden und
  • sie in geordneter und visueller Weise zu strukturieren.

So ist das Vorgehen

Dieses Diagramm besteht aus 3 Elementen:

  1. Das zu analysierende Problem
  2. Die Hauptachsen: Diese repräsentieren die verschiedenen Kategorien von Ursachen für das jeweilige Problem. Verschiedene Formate sind möglich:
  • Die 5 M: Materialien, Methoden, Menschen (Arbeitskraft), Maschinen (Ausrüstung), Umwelt, Messung
  • Nach EFQM: Führung, Strategie und Politik, Mitarbeitende, Ressourcen, Prozesse
  • In der Krankenhausumgebung: Krankheit, Management, Material, Medikamente, Methode, Umwelt, menschliche Ressourcen
  • Marktanalyse: Kunden, Wettbewerb, Umwelt, Produkte, Lieferanten und andere Partner
  • Und andere je nach Problem.
  1. Die an den Hauptachsen angebrachten Äste, die die möglichen Ursachen darstellen.

So wird ein Ishikawa eingerichtet

  1. Ein Team aufstellen
  2. Definieren Sie mit dem Team das zu analysierende Problem präszise und prägnant, um für alle dasselbe Verständnis zu erreichen.
  3. Definieren Sie die Hauptkategorien der Ursachen des Problems, indem Sie fragen, ob die Kategorie tatsächlich das angegebene Problem verursacht.
  4. Sammeln Sie unter den Teammitgliedern Ideen über die möglichen Ursachen des Problems.
  5. Ordnen Sie sie in die richtige Kategorie ein.
  6. Identifizieren Sie für jede festgestellte Ursache Unterursachen, indem Sie die Frage stellen: «Warum geschieht das?». Platzieren Sie die resultierenden Ideen im Ishikawa-Diagramm auf kleineren Seitenachsen, die an den Hauptästen befestigt sind.
  7. Stellen Sie für jede ermittelte potenzielle Ursache erneut die Frage «Warum geschieht das?» und notieren Sie die Idee auf dem entsprechenden Zweig des Diagramms. Fragen Sie so lange nach dem «Warum», bis dem Team die Ideen ausgehen.
  8. Gehen Sie zurück zu den Bereichen, in denen Ideen weniger verbreitet sind. Für ein komplexes Problem ist es nicht ungewöhnlich, mehrere Ishikawa mit einer Referenz im Hauptdiagramm festzulegen.
  9. Sobald das Diagramm fertiggestellt ist, bewerten Sie gemeinsam die Wahrscheinlichkeit des Auftretens jeder Hypothese. Die Diskussion kann zu einem Konsens, einer Abstimmung oder zu einer Sammlung von Fakten und Zahlen über die wichtigsten möglichen Ursachen führen.

Während der Bewertung können wahrscheinliche Ursachen, die durch Daten oder Teamkonsens verifiziert wurden, grün hervorgehoben werden, Ursachen, die beseitigt wurden, rot und die zu bestätigende Ursache orange.
Es ist wichtig, Experten aus verschiedenen Disziplinen, die von dem Problem betroffen sind, im Team zu haben und alle Meinungen zu berücksichtigen.

Referenzmaterial

Ishikawa, Kaoru (1986). Guide du contrôle de la qualité. Asian Productivity Organization; Revised Auflage (1. Februar 1986), ISBN-10:9283310357

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